Auch wenn Sie noch nie mit Flohbissen zu tun hatten, ist Ihnen das Jucken eines Mückenstiches sicher nicht fremd. Da der Floh nicht nur einmal mit seinem Rüssel zusticht, sondern bevor er zu saugen beginnt, immer erst ein paar Probestiche vornimmt, ist der Juckreiz um ein Vielfaches größer. Nicht nur der Mensch empfindet das Jucken von Flohbissen als äußerst unangenehm, auch Ihr Haustier wird davon geplagt.
Katzen und Hunde, die sich besonders häufig kratzen oder zwischen den Pfoten lecken, sind höchstwahrscheinlich von einem oder mehreren der Parasiten befallen. Um Ihren kleinen Liebling nicht unnötigen Qualen auszusetzen, Entzündungen und die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden, sollten Sie einen Flohbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern möglichst rasch bekämpfen.
Hat Ihr Stubentiger Flöhe, so handelt es sich in der Regel um Katzenflöhe (siehe Floharten). Freigängerkatzen sind im Bezug auf den Parasitenbefall dabei besonders gefährdet. Wenn sich Samtpfötchen extrem oft kratzt und Sie nicht sicher sind, ob es einen oder gar mehrere der springenden Insekten in seinem Fell beherbergt, sollten Sie unbedingt einen Flohtest machen:
Weil jeder weibliche Katzenfloh am Tag zwischen 20 und 30 Eiern legt, ist ein rasches Handeln unabdinglich. Bedenken Sie auch, dass nur etwa 5 Prozent der Flöhe sich im Katzenfell einnistet. Die restlichen 95 Prozent verteilen sich in Bett, Teppich, Decken und Polstermöbeln.
Bei einem leichten bis mittleren Flohbefall können Sie Katzen selbst behandeln. Wenden Sie dabei Hausmittel an und greifen Sie nur im Notfall zur Chemie. Handelt es sich um einen starken Flohbefall, sollten Sie den Gang zum Tierarzt nicht scheuen. Lassen Sie sich ein entsprechendes Mittel verschreiben, damit Ihr Stubentiger nicht länger vom Juckreiz gequält wird. Außerdem sollten Sie eine Wurmkur in Erwähung ziehen, weil Flöhe auch als Überträger des Bandwurmes gelten.
Ebenso wie Katzen sind auch die bellenden Vierbeiner nicht vor den springenden Insekten gefeit. Hunde werden normalerweise von Hundeflöhen befallen. Ist keine Katze vorhanden, nimmt aber auch der Katzenfloh mit dem Hund vorlieb. Beide Floharten verursachen durch ihre Stiche nicht nur starken Juckreiz, sondern gelten auch als Bandwurmüberträger. Deswegen ist bei einem Flohbefall Ihres vierbeinigen Freundes schnelles Handeln gefragt.
Wenn sich Ihr Hund besonders häufig kratzt oder beißt, sollten Sie kontrollieren, ob er unter einem oder mehreren Flöhen leidet. Neben dem Wurmbefall führt das Kratzen und Beißen zu Hautrötungen und Haarausfall bei Tieren. Außerdem kann der Flohbefall sogar eine Blutarmut hervorrufen.
Sie haben dann die Gewissheit, dass Ihr Hund von mindestens einem Floh befallen ist, und sollten schleunigst handeln. Denn schließlich legt der Hundefloh bis zu 50 Eier täglich. Die Eier und die Larven des Insekts befinden sich in der Regel nicht im Fell des Tieres, sondern verteilen sich in Ihrer Wohnung im Bett, im Sofa, auf dem Teppich oder in der Kuscheldecke. Gehen Sie mit Hausmitteln gegen die Parasiten vor und achten Sie in der Wohnung auf äußerste Sauberkeit.
Haben Sie bei Ihrem Haustier Flohbefall diagnostiziert, sollten Sie rasch etwas unternehmen. Handelt es sich um ein einzelnes Tier, welches das Haustier mit nach Hause gebracht hat, ist ein Flohspray oder Flohpulver aus dem Fachhandel ausreichend. Wird Ihr Haustier von starkem Juckreiz gequält, sind mehrere Parasiten am Werk und Sie sollten unbedingt den Tierarzt aufsuchen.
Sowohl als Präventivmaßnahme, wie auch zum Abtöten bereits vorhandener Flöhe empfehlen sich bei Katzen und Hunden sogenannte Spot-on Präparate. Dabei handelt es sich um flüssige Medikamente, die sich in einer Tube befinden und im Nackenbereich des Tieres aufgetragen werden. Das hat den Vorteil, dass der Vierbeiner das Präparat nicht abschlecken kann.
Eine weitere Möglichkeit der Behandlung ist das Flohhalsband. Die Halsbänder wirken allerdings eher präventiv, als dass Sie einen bereits bestehenden Parasitenbefall wirksam bekämpfen. Der Flohpuder ist bei Hunden wirksam, stört aber die empfindliche Nase von Katzen und ist daher zum Einsatz gegen Katzenflöhe nur bedingt geeignet. Auch das Flohshampoo lässt sich bei Ihrem kläffenden Hausfreund leichter anwenden, als bei der Katze.
Weitere Infos und Tipps: Flöhe bekämpfen
Selbstverständlich stehen Ihnen nicht nur chemische Mittel im Kampf gegen Flöhe zur Verfügung. Auch mit zahlreichen Hausmitteln können Sie den Katzen- und Hundeflöhen zu Leibe rücken. Voraussetzung für die Anwendung von Hausmitteln ist allerdings, dass es sich lediglich um einen leichten bis mittleren Flohbefall handelt. Wird Ihr Haustier von vielen Parasiten heimgesucht, sollten Sie unbedingt den Tierarzt um Rat fragen.
Zur Vorbeugung gegen Hundeflöhe legen Sie im Hundekörbchen einige Zedernscheibchen aus. Durch das ätherische Zedernöl werden die Parasiten ferngehalten.
Auch aus Rosmarin können Sie ein natürliches Mittel gegen Hunde- oder Katzenflöhe herstellen. Sie müssen mit dem selbst gemachten Rosmarinshampoo lediglich das Fell Ihres Haustieres waschen und es anschließend an der Luft trocknen lassen: